Transgenerationale Heilung

Herzlich Willkommen zur Startseite der Tagung „Transgenerationale Heilung“.

Die Idee

Schon lange beschäftige ich mich mit Sekundärtraumatisierung, Indirekter Traumatisierung, beispielsweise mit dem Kongress, später dem Reader „Indirekte Traumatisierung im Kontext professionellen Handelns“, den ich, zusammen mit der GPTG 2011 in Berlin realisierte.

Transgenerationale Traumatisierung ist eine spezifische Form Indirekter Traumatisierung, und gelangt zunehmend in das öffentliche Bewusstsein, Kenntnis und Aufmerksamkeit. Und das ist gut so.

Aber nicht nur Trauma und Elend, nicht nur destruktive Überlebensstrategien werden über Generationen weitervermittelt.

Auch Hilfreiches, Tröstendes, Schützendes, Sicherndes, Bewältigendes, Verarbeitendes, Trotzendes, Ummantelndes, Liebendes, Wachsendes, Widerständiges, Wandelndes, Befreiendes, Reflektierendes wird über Generationen hinweg weitergegeben, weiterentwickelt – ein Umgang mit Traumata, der über das pure Überleben hinauswachsen kann: ich nenne es Transgenerationale Heilung.

Mein Erleben

Transgenerationale Heilung erlebe ich als Privatperson in Familie oder Wahlfamilie, als Teil von Community und im Beruf, als Kollegin in Teams und vor allem in meiner Rolle als Supervisorin.

Ich nehme wahr, dass Umgangsweisen weicher werden, dass das Fassungsvermögen von Menschen und Gemeinschaften größer

wird, dass Fühlen und Denken komplexer werden, dass das Selbst-Bewusstsein steigt, dass Zusammenhangsdenken wie Selbstreflexion wachsen, Freiheit wie Bezogenheit aufeinander bewusster werden.

Ich erlebe bewusste Weitergaben, dankbares Annehmen, Pflegen, Weiterentwickeln – und Zurückgeben von wachsenden Möglichkeiten.

Dies sehe ich als individuelle Leistungen, Kompetenzen, Vermögen, vor allem aber kontextuell, innerhalb von Gemeinschaften wie Familie oder Wahlfamilie, (politischer) Community, Team – in Hausgemeinschaften, Gemeinden, Betrieben.

Unsere Fragen, unsere Perspektiven

Wie tun Menschen das? Wie geben wir hilfreiche Strategien weiter? In welchen Zwischenräumen wächst diese Pflanze der transgenerationalen Heilung, wo und wie ist sie Teil des Kontextes, der sie ermöglicht und wie gestaltet und prägt sie den Kontext selbst mit?

Und natürlich geschieht dies nicht bruchlos, nicht ohne Widersprüche, nicht linear. Aber eben auch – und wir können uns auch fragen: wie gehen wir mit den Brüchen und Widersprüchen um? Dass das Thema transgenerationale Traumatisierung zunehmend in den gesellschaftlichen Blick kommt, ist gut und richtig.

Die Veranstaltung

Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Fokus richten auf den Aspekt der gemeinsamen, transgenerationalen Heilung – und vielleicht, so die Idee – nicht nur thematisieren, sondern auch etwas davon erleben.

Kontakt

Geneva Moser:
office@tanja-rode.de

Tanja Rode:
mail@tanja-rode.de